Zum Inhalt springen

Urne zu Hause

So kannst du in Österreich die Urne mit nach Hause nehmen!
3. März 2026 durch
Urne zu Hause
Mst. Severin Vitus Schulz, MSc, MiM
Feuerbestattungen sind in Österreich mittlerweile die häufigste Bestattungsform. Viele Angehörige entscheiden sich für eine Einäscherung, da sie häufig mit geringeren Kosten und flexibleren Möglichkeiten der Beisetzung verbunden ist. Im Anschluss stellt sich oft eine zentrale Frage: Darf man die Urne mit nach Hause nehmen?

Grundsätzlich lautet die Antwort: Ja. In diesem Fall spricht man von einer Urne zu Hause oder im rechtlichen Kontext von der Urnenverwahrung außerhalb eines Friedhofs. Auch wenn diese Form der Bestattung auf den ersten Blick unkompliziert erscheint, gibt es – von der erforderlichen Bewilligung bis hin zur Wahl eines geeigneten Bestatters – einige wichtige Punkte zu beachten.


5 Dinge, die du über die Urne zu Hause wissen musst

Bewilligung

Nicht in jedem Bundesland darfst du die Urne mit nach Hause nehmen. In den meisten gibt es Voraussetzungen! Lass dich vorab von deinem Bestatter beraten.

Kosten

Durch Gebühren für Bewilligungen und die Kosten einer Beisetzung zu einem späteren Zeitpunkt, ist die Urne für zu Hause nicht immer die billigste Wahl.

Vor- und Nachteile

Die meisten Webseiten preisen die Vorteile der Urne zu Hause an. Lass dich von deinem Bestatter auch zu den Nachteilen beraten. 

Urnenmodell

Viele Urnenmodelle wurden für einen Beisetzung der Urne entwickelt. Informiere dich, ob das jeweilige Urnenmodell gut für die Aufbewahrung zu Hause geeignet ist.

Bestatterwahl

Gerade bei der Urne zu Hause gehen die Bestatterpreise für die gleiche Leistung weit auseinander. Preise zu vergleichen zahlt sich hier aus!


Urne zu Hause: Vor- und Nachteile

Das mittlerweile fast jeder Fünfte, die Asche eines geliebten Menschen zu Hause aufbewahren möchte, wird nicht überraschen, ist es doch die persönlichste, günstigste und flexibelste Art eine besondere Verbindung aufrechtzuerhalten. Wie bei allen Bestattungsarten sollten jedoch Vor- und Nachteile abgewogen werden, bevor man seine Entscheidung trifft.


Kosten

Wer sich für die Urne zu Hause entscheidet, spart vorerst einiges. Zum Beispiel bei Friedhofsgebühren, Trauerfeier und Steinmetz

Individuelle Erinnerungsstätte

Zeichnungen der Enkel, gemeinsame Fotos oder doch die Fahne des Fußballvereins? Nirgends hat man so viel Freiheit bei der Gestaltung der Gedenkstätte

Privatsphäre

Ob allein in Stille oder mit Verwandten und Freunden - du bestimmst selbst, in welcher Atmosphäre du gedenken möchtest

Abschied

Trauern braucht Zeit. Doch zur Bewältigung der Trauer gehört auch oft loslassen zu können. Die ständige Erinnerung an den geliebten Menschen kann trösten, aber auch der Heilung im Wege stehen

Trauer der Anderen

Die Urne zu Hause entzieht den Ort der Trauer der Öffentlichkeit. Arbeitskollegen, Nachbarn, alte Bekannte: Oft unterschätzt man den Kreis der Trauernden

Zukunftsperspektive

Was passiert mit der Urne, wenn man sie nicht mehr bei sich aufbewahren kann oder möchte?

Grundsätzlich ist es eine gute Option, die Urne zu Hause aufbewahren zu können. Dennoch kann es empfehlenswert sein, die Urne nach dem sogenannten „Trauerjahr“ ihrer endgültigen Ruhestätte zu übergeben. Auch die Entnahme einer Teilmenge der Asche reicht manchmal aus, um das Bedürfnis nach Nähe zum Verstorbenen in den eigenen vier Wänden zu stillen.

Wir sind gerne für dich da!

Lass dich kostenlos zur Urne zu Hause beraten!

 Kontaktiere uns!  01 22 65 507 


Voraussetzungen für die Urne zu Hause in Österreich

Ablauf: Bewilligung durch das Magistrat

Voraussetzungen:

  • Schriftliche Zustimmung der Eigentümer der Liegenschaft oder Wohnung
  • Schriftliche Zustimmung der nächsten Angehörigen oder Testament bzw. letztwillige Verfügung des Verstorbenen
  • Aufbewahrungsart und -ort verstoßen nicht gegen den Anstand und gute Sitten
  • Verwahrung in einer plombierten, unverrottbaren Urne

Kosten:  21,00-63,54 EUR

Rechtliche Grundlage: § 25a Abs. 1 Wiener Leichen- und Bestattungsgesetz

Ablauf: Keine Bewilligung nötig, aber der Bürgermeister der Gemeinde ist zu verständigen

Voraussetzungen:

  • Privatrechtliche oder öffentliche Interessen dürfen dabei nicht verletzt werden

Kosten: 0,00 EUR

Rechtliche Grundlagen: § 23 Abs. 1 und § 24 Abs. 5 Burgenländisches Leichen- und Bestattungswesengesetz

Ablauf: Bewilligung der Gemeinde, in der die Urne aufbewahrt werden soll

Voraussetzungen:

  • Zustimmung des Eigentümers oder Verfügungsberechtigten
  • Die Aufbewahrung darf nicht gegen den öffentlichen Anstand verstoßen

Kosten: Etwa 300,00 EUR (Von Gemeinde abhängig)

Rechtliche Grundlagen: § 17 Abs. 2 Niederösterreichisches Bestattungsgesetz

Ablauf: Bewilligung der Gemeinde, in der Urne aufbewahrt werden soll

Voraussetzungen:

  • Antragstellende Person und Umstände müssen erwarten lassen, dass die Urne pietät- und würdevoll behandelt wird.

Kosten: Etwa 250,00 EUR (Von Gemeinde abhängig)

Rechtliche Grundlagen: § 21a Abs. 1 Oberösterreichisches Leichenbestattungsgesetz

Ablauf: Bewilligung der Gemeinde des Ortes, an dem die Urne verwahrt werden soll

Voraussetzungen:

  • Die Bewilligung darf nicht missbraucht werden
  • Die Verwahrungsart verstößt nicht gegen Anstand und gute Sitten
  • Auflagen für pietätvollen Umgang mit der Urne durch die Bewilligungsbehörde

Kosten: 67,80 – 108,30 EUR

Rechtliche Grundlagen: § 24 Absatz 3 Steiermärkisches Leichenbestattungsgesetz

Ablauf: Bewilligung des Bürgermeisters für „Beisetzung in einer Sonderbestattungsanlage“

Voraussetzungen:

  • Vollständiger Antrag
  • Keine Verletzung von sanitären Interessen

Kosten: 912,30 EUR

Rechtliche Grundlagen: § 22 Kärntner Bestattungsgesetz

Ablauf: Bewilligung des Bürgermeisters der Gemeinde in deren Gebiet die Urne verwahrt werden soll

Voraussetzungen:

  • Die Verwahrungsart darf nicht gegen den öffentlichen Anstand verstoßen

Kosten: 197,10 EUR

Rechtliche Grundlagen: § 21 Abs. 3 & 5 Salzburger Leichen- und Bestattungsgesetz

Ablauf: Die Verwahrung der Urne zu Hause ist nicht erlaubt.

Rechtliche Grundlagen: § 32 Abs. 4, § 41a & § 47 Abs. 4 Gemeindesanitätsdienstgesetz

Ablauf: Genehmigung des Bürgermeisters der Gemeinde, in der die Urne aufbewahrt werden soll

Voraussetzungen:

  • Eigenhändig unterfertigte Anordnung des Verstorbenen
  • Zustimmung durch den bestimmten Angehörigen
  • Teilmenge muss separat auf einem Friedhof beigesetzt werden

Rechtliche Grundlagen: § 25 Abs. 7 Gesetz über das Leichen- und Bestattungswesen


Ablauf bei der Urne zu Hause

1.  Bestatterwahl

Jede Bestattungsart fängt mit der Wahl des Bestatters an. In Österreich kannst du dir deinen Bestatter frei aussuchen. Neben dem Preis ist es vor allem wichtig, dass du dich mit deinem Bestatter wohlfühlst. Folgende Merkmale können zudem gute Hinweise darauf sein, dass du es mit einem seriösen Bestatter zu tun hast:

  • Der Bestatter hat einen Meistertitel und mehrjährige Berufserfahrung.
  • Der Bestatter hält sich an die Standesregeln für Bestatter.
  • Der Bestatter ist bemüht, dass du dich wohlfühlst, hört dir zu und ist für dich da.
  • Der Bestatter ist offen, ehrlich und transparent mit dir. Auch was Preise und Kosten anbelangt!
  • Der Bestatter lässt dir freie Hand bei der Bestatterwahl!

2.  Abholung und Überführung

Hast du dich für einen Bestatter entschieden, erfolgt im nächsten Schritt die Abholung. Je nachdem wo der Verstorbene gestorben ist, hat das unterschiedlich schnell zu erfolgen. Im Sterbefall zu Hause ist es üblich, dass der Bestatter wenige Stunden nach der Totenbeschau kommt, während bei Abholungen im Krankenhaus durchaus einige Tage vergehen können.

Abholung eines Verstorbenen mit einem Leichenwagen


3.  Einäscherung

Nach der Abholung und Überführung erfolgt die Einäscherung im Krematorium. Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie dieser Schritt gestaltet werden kann – ganz nach den persönlichen Wünschen der Familie.

  • Direktkremation

Bei der Direktkremation wird der Sarg ohne Beisein von Angehörigen eingeäschert. Diese Form wird häufig gewählt, wenn bewusst auf eine Zeremonie verzichtet werden soll oder die Verabschiedung zu einem späteren Zeitpunkt in kleinerem Rahmen stattfinden soll. Sie ist eine schlichte und würdige Möglichkeit, wenn der Fokus auf einer späteren Urnenbeisetzung oder einem privaten Abschied liegt.

  • Begleitete Einäscherung

Manche Familien wünschen sich, bei der Einäscherung persönlich anwesend zu sein – ohne eine klassische Trauerfeier abzuhalten. In diesem Fall findet eine begleitete Einäscherung statt. Die engsten Angehörigen können sich direkt vor der Kremation am Sarg verabschieden und diesen letzten Moment bewusst erleben. Oft entsteht dadurch ein sehr intensiver, persönlicher Abschied in ruhiger Atmosphäre.

  • Sargverabschiedung (Kremationsfeier)

Bei der Sargverabschiedung wird vor der Einäscherung eine Trauerfeier abgehalten. Diese findet meist im Krematorium statt, kann aber auch am Friedhof oder in einer Kirche organisiert werden. Musik, persönliche Worte, Rituale oder religiöse Elemente geben der Feier einen individuellen Rahmen. Im Anschluss an die Feier erfolgt die Einäscherung. Diese Form verbindet eine traditionelle Abschiedszeremonie mit der späteren Aufbewahrung oder Beisetzung der Urne.

Ein Sarg steht vor einem Kremationsofen der Feuerbestattung Danubia

4.  Urnenverbleib

Nach der Einäscherung wird die Asche des Verstorbenen in eine Urne gefüllt und dem Bestatter übergeben. Von hier aus gibt es mehrere Möglichkeiten, wie der weitere Weg der Urne gestaltet werden kann – insbesondere dann, wenn eine Aufbewahrung zu Hause gewünscht ist.

  • Übergabe der Urne

Die Urne kann direkt beim Bestatter abgeholt oder auf Wunsch auch persönlich nach Hause gebracht werden. Die Übergabe erfolgt in einem würdevollen Rahmen. Viele Angehörige empfinden diesen Moment als besonders – denn ab diesem Zeitpunkt befindet sich der Verstorbene wieder im Kreis der Familie.

Wird die Urne vom Bestatter zugestellt, können dafür zusätzliche Kosten anfallen. 

  • Trauerfeier mit der Urne

Auch wenn die Urne zu Hause aufbewahrt wird, kann eine Trauerfeier stattfinden. Diese kann entweder vor der Übergabe oder zu einem späteren Zeitpunkt organisiert werden – etwa am Friedhof, im Krematorium oder an einem anderen geeigneten Ort.

Eine Urnenfeier bietet die Möglichkeit, gemeinsam Abschied zu nehmen, Erinnerungen zu teilen und des Lebens des Verstorbenen zu gedenken – unabhängig davon, wo die Urne ihren endgültigen Platz findet.

Eine Arrangeurin positioniert eine Urne für einer Urnenaufbahrung

  • Beisetzung im eigenen Garten

Unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen kann die Urne im eigenen Garten beigesetzt werden. Dabei sind behördliche Genehmigungen und klare Vorgaben zu beachten. 

Eine Beisetzung im Garten schafft einen sehr persönlichen Ort der Erinnerung – nah, vertraut und jederzeit zugänglich.


Urne zu Hause Kosten

Die Gesamtkosten für eine Urne zu Hause bestehen immer aus den Kosten für den Bestatter sowie den Kosten für das Krematorium. Zusätzlich gibt es Gebühren, die häufig anfallen, aber vom jeweiligen Sterbeort abhängig sind. Dazu zählen zum Beispiel Krankenhausgebühren und Kühlgebühren.



Bestatterkosten

Bestattungskosten für die "Urne zu Hause" fangen bei der Bestattung Vitus bei 999,- EUR an. In diesem Paket sind alle Bestatterkosten beinhaltet, die in jedem Fall notwendig sind:

  • Abholung des Verstorbenen/der Verstorbenen aus einem Krankenhaus innerhalb Wiens
  • Überführung in ein Krematorium in Wien oder Wien Umgebung
  • Vollholzsarg, unlackiert
  • Schlichte Deckengarnitur in Serge mit Kordel
  • Erledigung von Formalitäten (Sterbeurkunde, Einäscherungsurkunde, Anzeige des Todes etc.)
  • Verwahrung der Urne für bis zu 3 Monaten
  • Übergabe der Urne
  • Einfache Stahlurne, schwarz

Zum Vergleich: Bei einem regulären Bestattungsdiskonter in Wien belaufen sich die Kosten auf 1.800 bis 2.400,- EUR.

Beim Premium-Bestatter in Wien erhältst du die Urne zu Hause ab 2.500,- EUR.


Bestattungskosten laut Website

Bestattung Vitus

999,- EUR

Andere Diskont-Bestatter

1.800-2.400,- EUR

Premium-Bestatter

Ab 2.500,- EUR

+ Krematorium

Zusätzlich zu den Kosten für den Bestatter fallen die Gebühren für die Einäscherung an. Diese variieren leicht von Krematorium zu Krematorium.

  • Kremationskosten (Beispiel Feuerhalle Simmering) 438,- EUR

+ Häufige Gebühren

Als letzter Punkt auf der Rechnung befinden sich die Gebühren. Diese variieren stark von Gemeinde zu Gemeinde, umfassen jedoch fast immer Gebühren für die Bewilligung, Gebühren für die Sterbeurkunde, Krankenhausgebühren und Gebühren für die Kühlung. Letztere können je nach Bundesland auch bei den Bestatterkosten oder den Kosten des Krematoriums anfallen.

  • Bewilligung (MA40) Etwa 40,- EUR
  • Sterbeurkunde (Stadt Wien) Ab 13,10 EUR
  • Krankenhausgebühr (Wiener Gesundheitsverbund) 215,19 EUR
  • Kühlung (Friedhöfe Wien) 120,00 EUR

 = Gesamtkosten

Rechnet man die Kosten für Bestatter, Krematorium und Gebühren zusammen, fangen die Gesamtkosten für die Urne zu Hause demnach bei etwa 1.825,- EUR an.

Erhalte direkt ein Angebot!

Du möchtest eine genau Aufschlüsselung der Kosten, die dich erwarten? 

 Kontaktiere uns!  01 22 65 507 







Urnenauswahl: Was bei der Urne zu Hause zu beachten ist

Fast jedes Urnenmodell wird als Option für die Urne zu Hause angeboten. Kurzfristig gesehen ist das auch richtig. Wer jedoch nicht alle paar Monate zum Bestatter laufen möchte, sollte sich vorab folgende Fragen stellen:

  • Ist das Urnenmaterial langlebig und verträgt Luftfeuchtigkeit und Sonne?
  • Kann ich die Oberfläche der Urne gut reinigen und pflegen?
  • Gefällt mir diese Urne nur jetzt oder möchte ich sie jeden Tag sehen?
  • Möchte ich eine Urne, die sich in die Einrichtung einfügt oder eine die hervorsticht?
  • Möchte ich die Urne nach ein paar Monaten oder Jahren beisetzen und ist dieses Urnenmodell dafür geeignet?
 
Ihr dynamisches Snippet wird hier angezeigt … Diese Meldung wird angezeigt, weil Sie nicht genügend Optionen zum Abrufen des Inhalts angegeben haben.

​Häufig gestellte Fragen zur Urne zu Hause

​Hier findest Du häufig gestellte Fragen zur Urne zu Hause. 

​Deine Frage ist nicht dabei? 
​Dann frag uns einfach selbst!  

01 22 65 507

In der Regel händigen Krematorien die Aschekapsel etwa drei Werktage nach der Kremation an den beauftragten Bestatter aus.

Damit die Urne anschließend an die Angehörigen übergeben werden darf, ist jedoch meist eine behördliche Bewilligung erforderlich. Je nach Bundesland und Gemeinde kann die Ausstellung dieser Genehmigung einige Tage bis mehrere Wochen in Anspruch nehmen. 

Ja, in vielen Bundesländern ist eine Beisetzung im eigenen Garten grundsätzlich möglich – allerdings nur mit gesonderter Bewilligung.

Wichtig: Die Genehmigung zur Verwahrung der Urne zu Hause ist nicht automatisch auch eine Erlaubnis zur Beisetzung im Garten. Informiere dich daher unbedingt vorab bei deiner Gemeinde oder lass dich von deinem Bestatter beraten, welche Regelungen an deinem Wohnort gelten.

Ja. In den meisten Fällen holen Angehörige die Urne persönlich beim Bestatter ab und überführen sie selbst nach Hause.

Viele Bestatter bieten jedoch auch eine Zustellung an. Da der Transport der Urne für manche Menschen emotional belastend oder ungewohnt sein kann, kann diese Option durchaus sinnvoll sein.

Im Allgemeinen darfst du das selbst entscheiden, wobei du in manchen Gemeinden genau auf einem Plan einzeichnen musst, wo die Urne platziert wird.

Zwei Aspekte solltest du dabei jedoch jedenfalls beachten:

  1. In fast allen Bundesländern ist eine würdevolle Aufbewahrung gesetzlich vorgeschrieben. Wie diese im Detail ausgelegt wird, kann regional unterschiedlich sein. Eine Platzierung neben dem Fernseher oder im Keller kann unter Umständen als nicht pietätvoll bewertet werden.
  2. Überlege dir bewusst, wie oft und in welchem Zusammenhang du die Urne sehen möchtest. Ein zentraler Platz im Wohnraum kann Nähe schaffen – langfristig aber auch emotional fordernd sein.
Nein. Das freie Verstreuen der Asche ist in Österreich grundsätzlich nicht erlaubt.

Wird die Verwahrung der Urne bewilligt, ist diese in der Regel an einen bestimmten Ort gebunden und darf nicht eigenständig geöffnet oder entleert werden. Das darf auch durch die Behörden kontrolliert werden.

Ja, in den meisten Bundesländern ist die Entnahme einer kleinen symbolischen Aschenmenge zulässig.

Diese wird häufig in Erinnerungsschmuck verarbeitet oder in einer kleinen Gedenkurne aufbewahrt. Die genauen Regelungen können regional unterschiedlich sein – eine Beratung durch deinen Bestatter schafft hier Klarheit.

Für eine genehmigte Aschen-Teilmenge gelten in der Regel weniger strenge Vorschriften als für die vollständige Urne. Dadurch besteht meist größere Freiheit im Umgang damit.

Beliebte Möglichkeiten sind:

  • Aufbewahrung in einer kleinen Gedenkurne
  • Verarbeitung zu Erinnerungsschmuck
  • Beisetzung an einem dafür vorgesehenen Ort

Auch hier empfiehlt sich eine individuelle Beratung.

Ja. Ein Vermieter kann die Aufbewahrung einer Urne in seiner Immobilie grundsätzlich – auch ohne Begründung – untersagen.

Laut einer Recherche des ORF haben jedoch die meisten Eigentümer kein Problem mit dieser Form der Urnenverwahrung. Größere Organisationen wie beispielsweise Wiener Wohnen verfügen teilweise über standardisierte Genehmigungsprozesse.

In manchen Fällen kann eine zusätzliche Kaution verlangt werden. Diese dient dazu, eine spätere Beisetzung sicherzustellen, falls die Urne bei Wohnungsübergabe oder bei Erlöschen der behördlichen Bewilligung noch nicht anderweitig beigesetzt wurde.

Eine spätere Beisetzung ist jederzeit möglich.

Neben der klassischen Urnenbeisetzung am Friedhof bieten sich insbesondere folgende Alternativen an:

  • Donaubestattung
  • Anonyme Bestattung

Beide Varianten kommen ohne Grabstelle aus, wodurch keine laufenden Grabkosten oder Pflegeverpflichtungen entstehen.

Der Begriff „Urne“ wird im Alltag oft als Sammelbegriff verwendet. Tatsächlich gibt es jedoch Unterschiede:

  • Aschekapsel:
  • Die Asche verlässt das Krematorium in einer plombierten, schlichten Kapsel. Sie dient der eindeutigen Zuordnung der Asche und schützt diese vor äußeren Einflüssen.
  • Überurne / Schmuckurne:
  • Die Aschekapsel wird anschließend in eine äußere Urne eingesetzt – die sogenannte Überurne oder Schmuckurne. Diese ist sichtbar und in unterschiedlichen Materialien, Farben und Designs erhältlich.



Quellen


Das Land Steiermark (2020), Beisetzung von Urnen (Link)
Der Standard (2025), Einäscherungen lösen Erdbestattungen als häufigste Bestattungsform ab (Link)
kaernten.orf.at (2024), 900 Euro Gebühr für Urne zu Hause (Link)
Linz AG (2026), Beisetzung einer Urne außerhalb eines Friedhofes, Urnenhaines oder einer Urnenhalle (Link)
ORF (2018), Urne zu Hause: Worauf Angehörige achten müssen (Link)
RIS - Bundeskanzleramt (2026), Wiener Leichen- und Bestattungsgesetz – WLBG (Link)
RIS - Bundeskanzleramt (2026), NÖ Bestattungsgesetz 2007 (Link)
RIS - Bundeskanzleramt (2026), Oö. Leichenbestattungsgesetz 1985 (Link)
RIS - Bundeskanzleramt (2026), 
Burgenländisches Leichen- und Bestattungswesengesetz 2019 (Link)
RIS - Bundeskanzleramt (2026), 
Steiermärkisches Leichenbestattungsgesetz 2010 (Link)
RIS - Bundeskanzleramt (2026), 
Kärntner Bestattungsgesetz - K-BStG (Link)
RIS - Bundeskanzleramt (2026),
Tiroler Gemeindesanitätsdienstgesetz – GSDG (Link)
RIS - Bundeskanzleramt (2026), 
Salzburger Leichen- und Bestattungsgesetz 1986 (Link)
RIS - Bundeskanzleramt (2026),
Vorarlberger Gesetz über das Leichen- und Bestattungswesen (Link)
Stadt Salzburg (2026), Urnenbeisetzung außerhalb eines Friedhofs (Link)
Stadt Wien (2026), Aufbewahrung einer Urne zu Hause - Antrag (Link)

Urne zu Hause
Mst. Severin Vitus Schulz, MSc, MiM 3. März 2026
Diesen Beitrag teilen