Bestattungskosten sind für viele Angehörige nach wie vor ein Tabuthema. Auch das Vergleichen von Bestatterpreisen stellt für manche eine Hürde dar. Oft liegt dem die Fehlannahme zugrunde, ein Preisvergleich sei lieblos gegenüber dem Verstorbenen.
Dabei wird in der Branche viel zu selten ausgesprochen, was eigentlich selbstverständlich ist:
„Die Liebe zu einem Menschen wird genauso wenig an den Bestattungskosten gemessen, wie die Qualität einer Ehe am Preis des Verlobungsrings.“
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Warum das Vergleichen von Angeboten so wichtig ist
Ein angemessener Vergleich von Angeboten hilft Angehörigen, die passende Leistung zum besten Preis zu finden. Gleichzeitig fördert er Transparenz in der Branche: Bestatter konzentrieren sich stärker auf faire Preise und gute Leistungen – und weniger auf reines Marketing.
Ein Preisvergleich ist kein Zeichen von Respektlosigkeit, sondern von Verantwortungsbewusstsein.
Die 5 häufigsten Fehler beim Bestatter-Preisvergleich
Gar nicht vergleichen
Der häufigste Fehler ist, überhaupt keinen Vergleich anzustellen. Für viele Angehörige sind Kosten ein sensibles Thema. Fühlt man sich bei einem Bestatter unter Druck gesetzt oder reagiert dieser ungehalten, wenn man über Preise sprechen möchte, sollte man überlegen, ob man sich beim richtigen Ansprechpartner befindet.
Angebote nicht auf Vollständigkeit prüfen
Ist der Sarg inkludiert, aber die Einbettung nicht?
Ist die Abholung enthalten, aber ohne Zuschlag für eine Hausabholung?
Viele Angebote sind unvollständig – meist nicht aus Absicht, sondern aufgrund fehlender Details oder Unachtsamkeit. Ein genauer Blick lohnt sich.
Unklare Begriffe nicht hinterfragen
Bezeichnungen wie „Basisleistung“, „Bereitstellung“ oder „Erledigung“ können unterschiedlich interpretiert werden. Wenn es schwerfällt, Angebote zu vergleichen, ist es völlig in Ordnung nachzufragen. Gute Bestatter erklären transparent, welche Leistungen enthalten sind.
Verwirrung bei Eigenleistungen, Fremdleistungen und Durchläufern
Fehlende Beratung zum Sparen
Ein Bestatter sollte professionell beraten – auch dann, wenn das Budget begrenzt ist. Dazu gehört, ehrlich aufzuzeigen, wo Einsparungen möglich sind und wo man besser nicht sparen sollte.
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Kontaktiere uns!Preise richtig vergleichen
Webseiten vergleichen
„Ab-Preise“ auf Webseiten sind oft schwer vergleichbar. Eine gute Website zeigt transparente Preise mit klar definiertem Leistungsumfang. Auch einzelne Produkte wie Särge und Urnen sollten im besten Fall online ersichtlich sein.
Fremdleistungen und Gebühren sind in den Bestattungskosten nicht enthalten, müssen aber in Angeboten aufgeführt werden. Deshalb unterscheiden sich "Ab-Preise" immer von den tatsächlichen Gesamtkosten im Angebot!
Angebote einholen
In Österreich müssen Kostenvoranschläge „entsprechend der bekannten Sachlage“ erstellt werden. Damit ein Angebot seriös und realistisch kalkuliert werden kann, sollte man folgende Informationen mitteilen:
Von wo soll der Verstorbene abgeholt werden?
Welche Bestattungsart ist gewünscht?
Welche Art von Trauerfeier ist geplant?
Wo soll die Beisetzung stattfinden?
Wird ein Priester oder ein Trauerredner gewünscht?
Ist Trauerdruck vorgesehen?
Welche Art von Sarg oder Urne ist gewünscht?
Es ist vollkommen normal, dass manche Entscheidungen noch nicht getroffen wurden oder Informationen fehlen. Ein gutes Angebot berücksichtigt diese Unsicherheiten.
Angebote richtig vergleichen
Ein vollständiges Angebot enthält immer:
Eigenleistungen
Fremdleistungen
Durchläufer (auch „Auslagen“ genannt)
Für einen sinnvollen Vergleich ist die Unterscheidung entscheidend.
Durchläufer (Gebühren etc.)
Diese Kosten fallen unabhängig vom Bestatter an und können von ihm nicht beeinflusst werden. Verrechnet werden nur jene Gebühren, die tatsächlich entstehen.
Dazu zählen zum Beispiel:
Sterbeurkunden
Stolgebühren für Seelenmessen und Trauerfeiern mit Geistlichem
Gebühren für Überführungsanzeigen (bei Fahrten durch mehrere Gemeinden)
Krankenhausgebühren
Friedhofsgebühren
Ein Vergleich ist hier vor allem hinsichtlich der Vollständigkeit sinnvoll.
Fremdleistungen
Auch Fremdleistungen werden meist nicht direkt vom Bestatter beeinflusst. Allerdings kann er bei der Auswahl beraten oder günstigere Alternativen vorschlagen.
Beispiele:
Blumen
Trauerreden
Einäscherungsgebühren
Live-Musik
Eigenleistungen
Die Eigenleistungen bilden das Kernstück des Preisvergleichs. Hier legt der Bestatter Preise und Leistungsumfang selbst fest. Genau hier lohnt sich ein genauer Vergleich!
Nachhaken
Entspricht ein Angebot nicht den eigenen Vorstellungen, ist es meist am sinnvollsten, direkt das Gespräch zu suchen. Missverständnisse lassen sich oft schnell klären. Manchmal enthält ein Angebot auch schlicht einen Fehler, der unkompliziert korrigiert werden kann.

Feedback geben
Hat man sich für ein anderes Angebot entschieden, hilft ehrliches Feedback. Nur so können Bestatter ihre Leistungen weiterentwickeln und Angehörige bestmöglich unterstützen.
Bei der Bestattung sparen
Bei Bestattungen zu sparen ist grundsätzlich völlig okay. Man sollte es aber mit Bedacht tun. Einsparpotenzial besteht oft bei:
der Wahl eines schlichteren Sarges oder einer einfacheren Urne
dem Verzicht auf aufwendige Trauerdrucksorten
einer kleineren oder schlichteren Trauerfeier
alternativen Musik- oder Blumengestaltungen
Ein guter Bestatter zeigt transparent auf, welche Entscheidungen Kosten beeinflussen – ohne Druck auszuüben.
Wir sind gerne für dich da!
Lass dich beraten, wie du bei der Bestattung sparen kannst!
Kontaktiere uns!Warum das Billigste nicht immer das Beste ist
Ein sehr niedriger Preis kann verlockend wirken. Dennoch sollte man genau prüfen, welche Leistungen enthalten sind. Fehlende Beratung, mangelhafte Betreuung oder versteckte Zusatzkosten relativieren vermeintliche Schnäppchen schnell.
Gerade in einer sensiblen Ausnahmesituation sind Verlässlichkeit, Transparenz und Menschlichkeit mindestens genauso wichtig wie der Preis.
Häufig gestellte Fragen zum Bestatter Preisvergleich
Hier findest Du häufig gestellte Fragen zum Thema Bestatter Preisvergleich.
Deine Frage ist nicht dabei?
Dann frag uns einfach selbst!
Ja, in Österreich müssen Bestatter ihren Auftraggebern unaufgefordert vor Auftragserteilung einen Kostenvoranschlag legen. Das ist in den Standesregeln der Bestatter festgelegt.
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Angebote müssen "entsprechend bekannter Sachlage" sein:
Das heißt, das Angebot muss alle Kosten beinhalten, von denen der Bestatter weiß, das sie anfallen werden. - Angebote müssen getrennt nach Fremd- und Eigenleistungen sowie sonst anfallenden Kosten (z.B. Gebühren, Abgaben) sein:
Das heißt, dass der Bestatter darf keine fremden Leistungen als die eigenen oder eigene Leistungen als Gebühren oder Abgaben ausgeben. - Achtung! Den Kostenvoranschlag benötigt es nicht bei behördlichen Anweisungen sowie auf Grund der Sachlage bei gewünschter oder erforderlicher kurzfristiger Leistungserbringung.
Das heißt, zum Beispiel, dass die kurzfristig in der Nacht angeforderte Abholung eines Verstorbenen keinen Kostenvoranschlag bedarf.
Generell lässt sich jedoch sagen, dass die Urne zu Hause kurzfristig die günstigste Bestattungsart ist, während anonyme Beisetzungen längerfristig am günstigsten sind.
Allgemein sind die unmittelbar anfallenden Kosten stärker von den gewählten Produkten und Art der Trauerfeier abhängig, während die langfristigen Gesamtkosten von Steinmetz, Grabpflege und Grabgebühr getrieben sind.