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Sozialbestattung Wien: Wer zahlt die Beerdigung wenn kein Geld da ist?

Sozialbestattung Wien erklärt: Ablauf, Voraussetzungen und wer die Begräbniskosten bezahlt. Erfahre auch, welche günstigen Alternativen es zur Sozialbestattung gibt.
3. Juni 2026 durch
Sozialbestattung Wien: Wer zahlt die Beerdigung wenn kein Geld da ist?
Schulz, Severin Vitus


Bestattungen sind in den letzten Jahren sehr teuer geworden. Deshalb ist es schon lange keine Ausnahme, dass viele Angehörige nach einem Todesfall nicht wissen, wie sie eine Bestattung bezahlen sollen. Besonders in Wien wird daher häufig nach einer Sozialbestattung gesucht. Eine Sozialbestattung – umgangssprachlich auch Armenbegräbnis genannt – ist eine Beerdigung auf Kosten der Stadt Wien.

Tatsächlich ist die Sozialbestattung oft der beste Weg. Doch Achtung: Wer denkt, dass eine Sozialbestattung einfach kostenlos ist und von den Angehörigen beantragt werden kann, der irrt! Informiere dich deshalb vorab genau, was es mit der Sozialbestattung auf sich hat und warum eine günstige Feuerbestattung für viele Angehörige oft die bessere Alternative ist.


5 Dinge, die du über die Sozialbestattung in Wien wissen solltest

5 Tage Frist

Ist nach Ablauf von fünf Tagen ab Ausstellung der Todesbescheinigung die Bestattung eines Verstorbenen von niemandem veranlasst worden, hat der Magistrat die Bestattung (Erd- oder Feuerbestattung) in einer Bestattungsanlage zu veranlassen.

Keine Beantragung durch Angehörige

Nur Bestattungsunternehmen, die Gerichtsmedizin, Pflegeeinrichtungen oder Spitäler können die „Meldung einer Beerdigung auf Kosten der Stadt Wien“ machen. Angehörige oder Privatpersonen dürfen das nicht.

Nur unter Voraussetzungen

Grundsätzlich müssen die Angehörigen die Bestattung bezahlen. Damit die Sozialbestattung, wirklich kostenlos ist, müssen weder der Verstorbene noch Ehegattin, Partnerin, Kinder, Eltern, alle anderen Verwandten in gerader Linie oder Geschwister das Geld für die Bestattung aufbringen können!

Nicht das billigste

Eine Sozialbestattung ist in Wien mit etwa 3.000 EUR nicht unbedingt die billigste Bestattungsart. Die Stadt Wien holt sich die entstandenen Kosten grundsätzlich im Verlassenschaftsverfahren wieder ein.

Keine individuellen Wünsche

Der Ablauf von Sozialbestattungen ist in Wien genau vorgegeben. Abholung, Aufbahrung, Erdbestattung. Persönliche Trauerfeiern mit eigenem Redner oder Musik sind genau so wenig möglich wie die Wahl der Bestattungsart.


Müssen Kinder die Beerdigung der Eltern bezahlen?

Ja, grundsätzlich müssen in Wien die nahen Angehörigen die Bestattung bzw. die Urne zu Hause veranlassen und zahlen. Als nahe Angehörige zählen dabei

1. die Ehegattin oder der Ehegatte,

2. die eingetragene Partnerin oder der eingetragene Partner,

3. die Verwandten in gerader Linie und

4. die Geschwister.

Wenn der Verstorbene also nicht in aufrechter Ehe oder eingetragener Partnerschaft lebt oder die jeweilige Person die Bestattung nicht zahlen kann, müssen die Kinder als nächste Angehörige für die Bestattung aufkommen.


Wer zahlt die Beerdigung wenn kein Geld da ist?

Hat die verstorbene Person weder Angehörige oder können diese nicht ermittelt werden, besteht Anspruch auf eine Sozialbestattung.

Deutlich schwieriger gestaltet sich die Lage jedoch, sollten Angehörige vorhanden sein. Die Stadt Wien übernimmt die Kosten der Beerdigung nämlich nur dann, wenn die Kosten weder durch Dritte noch durch die Verlassenschaft gedeckt werden.

Vorhandene Angehörige, die die Bestattungskosten vorerst nicht übernehmen, werden also spätestens dann zur Kassa gebeten, wenn sie das Erbe antreten.

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Sozialbestattung Wien: Ablauf

Schritt 1: Meldung beim Gesundheitsdienst (MA15)


Ist eine Person in Wien verstorben und hat nach fünf Tagen niemand die Bestattung veranlasst, müssen Bestattungsunternehmen, die Gerichtsmedizin, Pflegeeinrichtungen oder Spitäler die „Meldung einer Beerdigung auf Kosten der Stadt Wien“ beantragen.

Schritt 2: Prüfung durch die Stadt Wien 


Hat die verstorbene Person keine Angehörigen oder ergibt die Prüfung durch die Stadt Wien, dass diese nicht in der Lage sind die Kosten der Bestattung zu übernehmen, veranlasst der Gesundheitsdienst der Stadt Wien (MA 15) eine Sozialbestattung.

Schritt 3: Beauftragung der Bestattung Wien


Sozialbestattungen werden in Wien durch die Bestattung Wien durchgeführt. Diese holt den Verstorben ab und führt eine einfache Erdbestattung durch.

Schritt 4: Begleichen der Bestattungskosten im Verlassenschaftsverfahren


Die Stadt Wien holt die entstandenen Kosten im Verlassenschaftsverfahren wieder ein.


Nachteile einer Sozialbestattung in Wien

  • keine freie Wahl des Bestatters
  • keine Wahl der Bestattungsart
  • meist keine Trauerfeier
  • Ablauf wird vollständig vorgegeben
  • wenig Mitgestaltung für Angehörige

Bestattungskosten in Wien

Die Kosten für eine Sozialbestattung in Wien beginnen in der Regel bei etwa 3.000,- EUR, wobei die tatsächlich anfallenden Kosten im Vorfeld für die Angehörigen oft unbekannt sind.

Zum Vergleich: Eine klassische Bestattung bei einem traditionellen Bestatter kostet häufig 5.000,- EUR oder mehr. Auf den ersten Blick wirkt die Sozialbestattung daher wie die deutlich günstigere Lösung.

Was dabei jedoch oft übersehen wird: Es gibt mittlerweile deutlich preiswertere Angebote, die Angehörigen mehr Freiheit und Mitgestaltung ermöglichen. 

Bei günstigen Bestattern sind einfache, würdevolle Bestattungen bereits deutlich unter 2.000,- EUR möglich und bieten dabei oft mehr Spielraum als eine standardisierte Sozialbestattung.

Urne zu Hause: Ab 999,- EUR zzgl. Gebühren

Bei der Urne zu Hause wird die Asche des Verstorbenen nach der Kremation in den eigenen vier Wänden aufbewahrt. Der große Vorteil liegt hierbei darin, dass zu einem späteren Zeitpunkt noch alle Beisetzungsformen möglich sind. Das stellt vor allem dann eine gute Lösung dar, wenn kurzfristig nur geringe finanzielle Mittel vorhanden sind.

  • Günstiger als Sozialbestattung
  • Alle Möglichkeiten bleiben offen
  • Angehörige haben die Urne bei sich
Unabhängig vom Bestatter fallen bei einem Sterbefall noch weitere Gebühren an: z.B. Standesamtsgebühren (Sterbeurkunde), Kremationsgebühren, Prosekturgebühren, Gebühren für die Bewilligung (MA40). Deshalb sind die Gesamtkosten bei einem Sterbefall etwa 600,- bis 700,- EUR höher als die Bestatterkosten.
Die Gesamtkosten für eine Urne zu Hause liegen deshalb bei etwa 1.600,- bis 1.800,- EUR.

Anonyme Beisetzung: Ab 1.199,- EUR zzgl. Gebühren

Bei der anonymen Beisetzung erfolgt eine Bestattung ohne Angehörige und ohne Kennzeichnung des Grabes. Dies kann zum Beispiel in einer Urnenwiese in Österreich oder aber im Rahmen einer Seebestattung erfolgen. Diese Variante stellt vor allem dann eine gute Lösung dar, wenn der Verstorbene gerne eine Naturbestattung wollte, aber wenig Angehörige oder auch wenig Geld zur Verfügung stehen. Die Entnahme einer Teilmenge der Asche ermöglicht zudem, dass zu einem späteren Zeitpunkt ein Erinnerungsstück angerfertigt werden kann.

  • Günstiger als Sozialbestattung
  • Mitbestimmung bei letzter Ruhestätte
  • Ascheteilmenge möglich
Unabhängig vom Bestatter fallen bei einem Sterbefall noch weitere Gebühren an: z.B. Standesamtsgebühren (Sterbeurkunde), Kremationsgebühren und Prosekturgebühren. Deshalb sind die Gesamtkosten bei einem Sterbefall etwa 600,- bis 700,- EUR höher als die Bestatterkosten.
Die Gesamtkosten für eine anonyme Beisetzung liegen deshalb bei etwa 1.800,- bis 1.900,- EUR.

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Häufig gestellte Fragen zur Sozialbestattung in Wien

​Hier findest Du häufig gestellte Fragen zum Sozialbestattung in Wien

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Eine Sozialbestattung in Wien startet etwa bei 3.000,- EUR. Die genauen Kosten sind schwer abzuschätzen und sind den Angehörigen oft nicht bekannt.

Damit ist die Sozialbestattung Wien billiger als ein reguläres Begräbnis und teurer als eine schlichte Bestattung bei Vitus.

Können weder der Verstorbene noch Ehegattin, Partnerin, Kinder, Eltern, alle anderen Verwandten in gerader Linie oder Geschwister das Geld für die Bestattung aufbringen und tritt niemand die Verlassenschaft an, sind die Forderungen der Stadt Wien jedoch uneinbringlich.

Wenn nach fünf Tagen ab Ausstellung der Todesbescheinigung die Bestattung eines Verstorbenen von niemandem veranlasst worden ist, hat der Magistrat die Bestattung zu veranlassen.

In der Regel dauert es jedoch deutlich länger bis die Bestattung tatsächlich durchgeführt wird. Denn für Sozialbestattungen gilt die maximale Frist von vier Wochen nicht!

Wenn niemand die Bestattung eines Verstorbenen veranlasst, meldet sich meist die Einrichtung, in welcher der Verstorbene liegt, beim Magistrat. Angehörige oder Privatpersonen können keine Sozialbestattung beantragen, denn nur Bestattungsunternehmen, die Gerichtsmedizin, Pflegeeinrichtungen oder Spitäler können diese Meldung vornehmen. 
Die Sozialbestattung muss zwar rechtlich bereits nach 5 Tagen veranlasst werden, aufgrund der bürokratischen Schritte dauert es in der Praxis jedoch meistens länger bis diese tatsächlich durchgeführt wird. Möchte man die Sozialbestattung verhindern, ist es wichtig, sich unmittelbar beim Bestatter, Krankenhaus, Pflegeheim oder der Gerichtsmedizin zu melden, um den Prozess zu stoppen. 

                 

Sozialbestattung Wien: Wer zahlt die Beerdigung wenn kein Geld da ist?
Schulz, Severin Vitus 3. Juni 2026
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